, Gabi

Feuer

Mehr als nur ein warmes Licht,

Liebe Teilnehmerinnen und Teilnehmer des MLT 19/20

Vielleicht scheint es für euch, als hättet ihr die sogenannte A****karte gezogen, dem ist jedoch nicht so. Ihr werdet mehr gefordert und müsst euch die Fertigkeiten aus dem MLT-Programm selbst erarbeiten. Dies erfordert viel Selbständigkeit, Motivation und Disziplin. Doch ihr werdet – unabhängig was daraus resultiert – an dieser Situation nur wachsen. Nun zu einem meiner Lieblingselementen:

Feuer🔥

Das Feuer wurde 1291 von Werner Tell, dem Sohn unseres Nationalhelden entdeckt. Durch diese Entdeckung gelang es den Eidgenossen, die Habsburger aus Hogwards zu vertreiben.

Themen

  • Anwendung
  • Checkliste
  • Tutorial
  • Tipps & Tricks
  • Spass Seich und Zauberei
  • Sicherheitshinweise

Als erstes solltest du entscheiden, was für ein Feuer du anzünden möchtest. Es muss nicht jedes Mal ein Erst-August-Feuer sein.

  • Lagerfeuer
    • Nur so gross wie nötig. Idealerweise rund damit man rund herum sitzen kann.
  • Kochfeuer
    • Idealerweise in einer rechteckigen Feuerstelle um es dem Koch erleichtern.
    • Eine Vorrichtung aus Steinen oder einem Metallrost für einen Topf hilft extrem beim Kochen.
    • Eine heisse Glut ist wichtiger als züngelnde Flammen. Die verrussen nur den Topf. Also nimm dickes Holz oder Holzkohle.
  • Wärmefeuer
    • Du lernst es zu schätzen in der Nacht. Achte darauf, dass möglichst dickes Hartholz (Buche, Eiche) verwedest. Brennt lange und gibt eine warme Glut.
    • Achtung: Wenn du daneben schlafen möchtest dürfen keine Steine im Feuer sein, die es sprengen könnte. Verwende Sand o.Ä. für die Schutzmauer.
    • Ebenfalls kann es Funken spicken und rauchen. Nimm kein nasses oder grünes Holz. Mach das Feuer im Zweifelsfall in einer Grube oder in einer Grillschale. Achte auf den Wind. Geh im Zweifelsfall erst schlafen, wenn das Feuer niedergebrannt ist und nur noch ruhige Glut daliegt.
  • Höhenfeuer
    • Du willst ein Signal geben, wie die Eidgenossen auf den Bergen gegenüber dem Vierwaldstättersee? Oder ein Fest feiern? Dann brauchst du lange grosse Hölzer. Ein Pyramidenfeuer auf einem erhöhten Punkt so, dass jeder im Tal es sehen kann.
    • Achtung! Grosse Feuer drohen auseinander zu brechen.
  • Stimmungsfeuer
    • Einfach ein kleines Feuer um eine romantische Stimmung zu erzeugen erreichst du mit trockenem Holz.
    • Nicht all zu gross und genug dünnes Holz zum Nachlegen, wenn die Flammen zu Neige gehen.

Checkliste

  • Darf ich ein Feuer machen? (www.waldbrandgefahr.ch)
  • Abstand zu Bäumen 5 Meter eingehalten? (nicht nur wegen der Krone, sondern auch wegen den Wurzeln)
  • Abstand zu Zelten etc.?
  • Laub und andere brennbaren Gegenstände entfernt?
  • Feuerstelle gesichert mit Steinen, Sand, Kies?
  • Genügend Holz gesammelt?

Tutorial “How to make a Fire”

  1. Zuerst richtest du die Feuerstelle ein (siehe Checkliste). Idealerweise verwendest du eine bereits vorhandene Feuerstelle. Steche gegebenenfalls Grasziegel aus.
  2. Danach suchst du genügend Holz. Grundsätzlich findest du in JEDEM Wald trockenes Holz. Schau mal unter einem Busch mit dichten Blättern, oder einem umgefallenen Baum etc.
  3. Als Zunder kannst du Zeitung nehmen. Cooler ist es natürlich, wenn du Birkenrinde, Stroh, Schnitzspähne oder Tannenreisig nimmst. Auch Streichholzdünne Buchenästchen brennen sehr gut. Oder du schnitzt dir den Zunder selbst.
  4. Wähle das Feuer:
    1. Pyramidenfeuer Sieht aus wie ein Tipi und ist das einfachste und bekannteste Feuer. Zunder hinlegen, Äste kreisförmig daran anlehnen, dass es aussieht wie ein Zelt. Immer dickere Äste aufschichten, aber nicht ersticken lassen! Es ist das schönste Feuer
    2. Padagonenfeuer Grosse Feuer machst du am Besten damit. In der Mitte den Zunder hinlegen und dann paralell zwei Äste, senkrecht zwei Äste, wieder Paralell, wie beim Jenga. Der Vorteil bei diesem Feuer ist, dass es immer genug Sauerstoff hat und das Holz wie ein Schornstein wirkt was äusserst effektiv brennt
    3. Grubenfeuer Zum Kochen ideal. Hebe mit dem Militärspaten eine Mulde aus und mach ein Feuer darin. Nachher kannst du ein Rost, Metallstäbe oder auch dicke Äste darüberlegen und den Topf darauf stellen. Bei einem solchen Feuer kann es sein, dass es zu wenig Sauerstoff bekommt. Du musst also noch eine zweite Grube und ein Tunnel graben, damit das Feuer mit Sauerstoff versorgt ist.
    4. Sternfeuer, Wurmfeuer, Mauerfeuer/Reflektionsfeuer, Katzenfeuer, Serienefeuer…  Es gibt noch unzählige weitere Feuerarten. Jedoch sind die zum Teil sehr theoretisch und nur bedingt praktisch (boah das Wortspiel).
  5. Anzünden
    1. Wie gesagt, Zunder findest du im Wald. Vermeide Abfall, Plastik, PET oder andern Chabis zu verbrennen. Alternativ kannst du Wachs oder Anzündwürfel (die Runden aus Wachs und Holzspähnen sind die besten, bitte keine Metha-Würfel).
    2. Als Zündquelle dient dir ein Feuerzeug, ein Streichholz, oder ein Magnesium-Feuerstab (ferner auch ein Feuerstein). Wenn man viel Zeit und Kreativität hat, kann man auch Spielereien wie eine Seilbahn zum Zunder machen oder episch die Fackel unter das Feuer halten.
  6. Bewachen
    1. Wir behandeln ein Feuer wie ein Jungschikind. Wir lassen es nicht alleine. Fällt es allmälich zusammen, die brennenden Stöcke, Glut und Asche mit einem Ast zusammenschieben. Auch gegen Ende hillft dies, dass es möglichst vollständig verglüht.
  7. Löschen
    1. Ein Feuer wird immer gelöscht. Und zwar bis es kalt ist.
    2. Mit Wasser oder wenn die Jungs mal müssen (Leiter und Kinder sowie Jungs und Mädchen getrennt!).
  8. Hinterlassen
    1. Hinterlasse eine Feuerstelle, so wie du sie angetroffen hast. Verschliesse es mit denGrasziegel wieder.

Tipps und Tricks

Holz ist troken, wenn du es knackend brechen kannst und es Splitter löst.

Mit dem Feuerstab

  • Schabe zuerst etwas vom Magnesium ab und schiebe es zu einem Häuffchen zusammen
  • Zünde nicht, in dem du das Metall über den Stab ziest, sondern in dem du den Stab am Metall entlang ziest. Dann kannst du besser zielen.
  • Der Untergrund mus sofort brennen oder glühen. Verwende Zunder oder trockenen Pilz

Ein Holzlager ist besonders gut, wenn es regengeschütz ist. Sehr wertvoll in einer regnerischen Woche.

Trockene Äste, die vom Regen nass sind, kann man einfach die Rinde abziehen. Dann sind sie trocken.

Gespaltenes Holz und Äste brennen meistens besser, weil das Feuer an den Ecken mehr «Angriffsfläche» hat. Halbiere auch daumendickes Holz.

Achte auf den Wind. Er kann dir behilflich sein bei der Sauerstoffzufuhr, aber auch ein Dorn im Auge, wenn der Rauch Funken und Flammen spuckt.

Nasses und grünes Holz brennt schlecht und raucht dazu. Aber… wenn es von Ungeziefer wimmelt und dir der Feuergestank egal ist, dann kannst du auch etwas Rauch machen.

Spass, Seich und Zauberei

Feuer eignet sich, ja verleitet einen gerade dazu zu Spielen. Aber Achtung, Feuer ist unberechenbar. Folgende Spielereien nur vorsichtig durchführen. Ich schreibe sie nicht detailiert auf, damit keiner auf dumme Ideen kommt.

  • Feuer spucken
  • Hand anzünden
  • Deo-Flammenwerfer
  • Deo Explosion
  • Wachs-/Ölspalten
  • Gasexplosion
  • Energy/Ravioli Explosion
  • Petflaschenvulkan
  • Potatogun
  • Gasrakete
  • Feuerball Schikis
  • The flor is Lava

Sicherheitshinweise

  • Feuer ist gefährlich
  • Zünde nie ein Feuer mit Benzin an. Bereits die Dämpfe können grosse Stichflammen geben.
  • Wirf keine Chemikalien ins Feuer. Erstens ist das gesundheitsschädigend und zweitens weist du nicht wie sie reagieren.
  • Lösche nie brennendes Öl mit Wasser. Das kann Explosionen und meterhohe Stichflammen auslösen.
  • Lasse nie ein Feuer unbeaufsichtigt. Achte auch auf den Funkenflug.
  • Lösche ein Feuer immer komplett aus. Bis es kalt ist. Ein Feuer kann sich auch unterirdisch ausbreiten.     

Eure Aufgabe

Geh in den Wald. Mache ein Feuer so korrekt wie möglich. Schick ein Foto per an die Nummer +41 78 224 41 34. Du musst nicht extra dafür in den Wald gehen :) du kannst auch beim Nächsten mal, wenn du mit deinen Freunden grillieren gehst sagen: "Ich mach das Feuer!"